Samstag, 20. August - Sonntag, 28. August 2011 in Mönchengladbach

EuroHockey Europameisterschaft 2011


Spieltag 9 - Sonntag, 28. August 2011 - 15:30  

Niederlande - Deutschland   2 : 4   (1:2)

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Deutsche Herren holen siebten Europameistertitel!

28. August, Finale GANT EM in Mönchengladbach: Deutschland - Niederlande 4:2 (2:1)

 

28.08.2011 - Vor 9.000 Zuschauern im restlos ausverkauften Warsteiner HockeyPark haben die deutschen Herren nach acht Jahren den Europameistertitel zurückerobert. Im Finale besiegte das Team von Bundestrainer Markus Weise auf beeindruckende Manier die Niederländer mit 4:2. Die Tore für die DHB-Auswahl erzielten Philipp Zeller und Moritz Fürste zur 2:1-Halbzeitführung. Florian Fuchs traf schnell nach dem Wechsel zum 3:1. Den Schlusspunkt setzte - nach Teun de Nooijers Anschlusstreffer - Oliver Korn zwei Minuten vor Schluss mit dem Tor zum 4:2-Endstand, womit der siebte EM-Titelgewinn für die deutschen Herren nach 1970, 1978, 1991, 1995, 1999 und 2003 fest stand. Moritz Fürste erhielt zudem die Ehrung als "most valuable player" (gewählt von den anwesenden Journalisten).

In einem rasanten Finale im ausverkauften HockeyPark sahen 9.000 Zuschauer nach einem Blitzstart des deutschen Teams zwei Mannschaften auf Augenhöhe, in dem die deutsche Elf sich einen am Ende verdienten Sieg herausspielen konnte und sich so den Titel sichern konnte . Einen Traumstart in das Finale der GANT EuroHockey Europameisterschaft. erwischte die deutsche Mannschaft Den ersten ernsthaften Angriff verwandelte Philipp Zeller am linken Pfosten nach Vorarbeit von Moritz Fürste – zu diesem Zeitpunkt waren noch keine 60 Sekunden gespielt.

Aber auch Holland startete schnell und holte sich bereits in der dritten Spielminute die erste Strafecke, die die deutsche Abwehr aber sicher entschärfen konnte. In der Folge erarbeiteten sich beide Mannschaften Torchancen – Thilo Stralkowski rutschte nur Zentimeter an einer Flanke von Wess vorbei, Jeroen Hertzbeger hätte Oranje in Führung bringen können. Die deutschen Herren konnten zwei Ecken hintereinander nicht verwandeln, im Gegenzug erzielte Roderick Weusthof mit einer argentinischen Rückhand den Ausgleich, profitierte aber auch von einer leichten Unaufmerksamkeit der deutschen Abwehr (19.).

Nur Sekunden später lenkte Matthias Witthaus eine Flanke von Wess wenige Zentimeter über das niederländische Tor. In diesem Tempo ging es weiter, auf beiden Seiten gab es jeweils zwei Strafecken, die aber sicher abgewehrt werden konnten. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit erzwang die deutsche Elf nach einer erneuten Ecke einen Siebenmeter nach einem holländischen Stockfoul – Moritz Fürste trat an und verwandelte sicher unten links.

Die deutsche Führung zur Halbzeit ging aufgrund leichter Feldüberlegenheit in Ordnung und auch nach Wiederanpfiff war die Nationalmannschaft feldüberlegen, allerdings spielte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld ab. Youngster Florian Fuchs gab nach fünf Minuten den ersten Schuss auf das niederländische Tor ab, allerdings strich der Ball über den Kasten von Torhüter von Jaap Stockmann. Drei Minuten später traf er dann aber doch – Stralkowski lupfte den Ball über den Keeper und Fuchs vollstreckte volley.

Die Niederlande kämpften sich zurück ins Spiel und kamen nach einer Strafecke noch einmal auf 2:3 heran. Eckenspezialist Taeke Takema schoss nicht selbst, sondern legte den Ball auf Herausgeber de Nooijer ab (53.). Nun war das Match komplett offen und beide Mannschaften gingen hohes Tempo. Oskar Deecke verfehlte die Entscheidung vom Kreisrand nur um Zentimeter. Auf der anderen Seite reagierte Weinhold gleich zweimal glänzend gegen Ecken von Takema.

Erst in der 67. Minute erzwang Deutschland die Entscheidung: Oliver Korn spielte nach einer Ecke den Ball per Stecher über den Torwart und der Ball trudelte über die Linie. Moritz Fürste hätte 60 Sekunden später noch erhöhen können, aber seine wuchtige argentinische Rückhand ging knapp am niederländischen Tor vorbei. Die letzten zwei Minuten gerieten nun zum Schaulaufen für die deutsche Elf, die von den 9.000 Zuschauern mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

 

Auch Trainer Markus Weise war von dem Spiel begeistert: „Da war alles drin, was ein Finale braucht: brillantes Hockey auf beiden Seiten, Drama und Spannung. Nach dem 3:2 wurde es für uns noch einmal eng, aber am Ende waren wir im Team etwas stärker.“ Trotz des Titels geht sein Blick aber bereits auf die Olympiavorbereitung, denn für ihn ist die Europameistschaft ein Zwischenschritt, wenn auch ein wichtiger: „Jetzt kommt es drauf an, was meine Spieler im nächsten Jahr noch in der Vorbereitung leisten wollen, denn auch als Europameister sind wir in London nicht automatisch Favorit, wenn wir uns nicht gut vorbereiten.“

Sein niederländischer Kollege Paul van Ass gratulierte dem deutschen Team: „Heute geht der deutsche Sieg durchaus in Ordnung – wir konnten diesmal individuell nicht ihr Niveau erreichen, auch wenn wir sie sonst durchaus gegen sie gewinnen können. Deutschland hatte heute das gewisse Etwas, das uns gefehlt hat. Mit Glück hätten wir sie vielleicht schlagen können, aber darauf kann man sich im Sport nicht verlassen.“

 

Tore:

1:0 Philipp Zeller (1.)

1:1 Roderick Weusthof (19.)

2:1 Moritz Fürste (7m, 32.)

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3:1 Florian Fuchs (42.)

3:2 Teun de Nooijer (KE, 53.)

4:2 Oliver Korn (KE, 67.)

 

Siebenmeter:

GER 1 (1 Tor) / NED 0

 

Strafecken:

GER 8 (1 Tor) / NED 4 (1 Tor)

 

Schiedsrichter:

David Gentles / Andrew Mair

 
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